Diese
Frage kann man ganz eindeutig mit Ja beantworten, wobei der Begriff
Lockangebote eventuell zu negativ belastet ist. In der Praxis sehen diese
Lockangebote beim Tagesgeld so aus, dass der Neukunde einen bestimmten
Bonuszinssatz für die Tagesgeldanlage erhält. Dieser Bonuszinssatz ist
entweder nur an die Bedingungen der Neuanlage des Tagesgeldes geknüpft oder
enthält noch weitere Voraussetzungen, die der Kunde erfüllen muss, um diese
sehr hohen Zinsen im Vergleich zur Normalkondition erhalten zu können. Die
Sonderzinsen sind zwar in der Regel zeitlich und auch betragsmäßig (maximale
Anlagesumme) begrenzt, allerdings hat der Anleger auf der anderen Seite auch
keine Nachteile dadurch, dass er dieses „Lockangebot“ annimmt.
Da es sich bei der Tagesgeldanlage stets um eine kostenlose Geldanlage handelt und diese zudem auch noch täglich verfügbar ist, kann der Kunde also bei den jeweiligen Lockangeboten nicht in bestimmte „Fallen“ tappen und sich zu etwaigen nicht gewollten Dingen verpflichten, wie es manchmal bei anderen Angeboten im Finanzbereich der Fall ist. Die Lockangebote in Form von zum Teil sehr hohen Zinsen sind plausibel zu erklären, und zwar damit, dass der Markt gerade beim Tagesgeld zwischen den Anbietern hart umkämpft ist. Daher müssen sich die Anbieter zum Teil mit „Sonderangeboten“ überbieten um an neues Geld zu gelangen. Dieses neue Geld benötigen viele Banken ohnehin derzeit sehr dringend, weil das Geld durch die Finanzkrise relativ „knapp“ geworden ist.
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Wie bereits kurz erwähnt, vergeben manche Anbieter die Sonderzinsen nur dann, wenn neben der Kontoeröffnung und der Nutzung des Tagesgeldes noch eine weitere Bedingung erfüllt ist. Diese kann zum Beispiel lauten, dass man neben dem Tagesgeldkonto noch ein Girokonto eröffnen muss, welches dann allerdings in der Regel auch kostenlos ist. Derzeit lautet eine andere Bedingungen eines Anbieters zum Beispiel, dass der Kunde dann einen gestaffelten Bonuszinssatz bis zu einem Gesamtzins von nahezu unglaublichen sechs Prozent erhält, wenn es gleichzeitig mit der Tagesgeldkontoeröffnung auch sein Wertpapierdepot mit einem bestimmten Volumen zum Anbieter hin überträgt.
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