Die Tagesanleihe des Bundes als Konkurrenz zum Tagesgeld

ArtikelSeit Juli 2008 ist auch die Bundesrepublik Deutschland durch die Finanzagentur im Bereich der Tagesgeldprodukte tätigt. Seit dieser Zeit wird die so genannte Tagesanleihe des Bundes emittiert. Dieser Name wurde ganz bewusst so gewählt, da er direkt verdeutlichen soll, dass es sich bei der Tagesanleihe um einen Mischung zwischen Anleihe und Tagesgeld handelt. Obwohl die Tagesanleihe nun schon fast seit einem Jahr am Markt ist, ist der Bekanntheitsgrad nicht besonders hoch.

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Zudem kann die Tagesanleihe von der Rendite her auch derzeit absolut nicht mit dem direkten Konkurrenzprodukt der Banken, nämlich dem Tagesgeld, mithalten. Darauf wird an späterer Stelle noch genauer eingegangen. Die Tagesanleihe des Bundes kann man bei der Finanzagentur des Bundes erhalten und wie auch das Tagesgeld ist diese Anleihe des Bundes täglich verfügbar. Da der Bund der Emittent der Tagesanleihe ist, ist diese derzeit als mit das sicherste Produkt am Kapitalmarkt zu bezeichnen. Allerdings sind die Tagesgelder bei deutschen Banken aufgrund der verschiedenen Einlagensicherungssysteme ebenso sicher, sodass die Tagesanleihe aus diesem Vergleichspunkt heraus keinen Vorteil ziehen kann.

Die Rendite bei der Tagesanleihe ist derzeit indiskutabel.

Während Tagesgeld und Tagesanleihe also von der Sicherheit und Verfügbarkeit her auf gleicher Ebene sind, geht das Tagesgeld derzeit beim Vergleich mit der Tagesanleihe in puncto Rendite ganz eindeutig als klarer Sieger hervor. Der Zinssatz für die Tagesanleihe orientiert sich am EONIA (dem Zinssatz für das Verleihen von Geld unter den Banken von einem Tag auf den anderen) und derzeit (Stand Ende April 2009) erhält man als Anleger weniger als 0,50 Prozent für die Tagesanleihe. Man muss zwar berücksichtigen, dass aufgrund der täglich stattfindenden Zinskapitalisierung die Rendite etwas über dem Nominalzinssatz liegt, aber bei den zum Teil großen Zinsdifferenzen zum Tagesgeld fällt dieser Vorteil der täglichen Zinseszinsen praktisch nicht mehr ins Gewicht.

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Während man wie bereits kurz erwähnt bei der Tagesanleihe derzeit unter 0,50 Prozent Zinsen erhält, bekommt man für die Anlage in Tagesgelder bei den Banken im Durchschnitt noch immer 1,50 bis 2,00 Prozent, also das Drei- bzw. Vierfache. Und dabei handelt es sich nur um Normalkonditionen. Berücksichtigt man zudem die häufig für Neukunden vergebenen Sonderkonditionen, kann man auch heute in Zeiten sehr geringer Zinsen noch durchschnittlich drei bis zu sechs Prozent Zinsen erhalten. Im besten Vergleichsfall bietet das Tagesgeld also den 12-fach höheren Zinssatz als die Tagesanleihe. Daher kann man als Fazit nur festhalten, dass die Tagesanleihe am Markt derzeit mit Recht keine Chance hat.

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