Das
die Bank auch sehr kurzfristig, nämlich täglich fällige, Einlagen in Form
des Tagesgeldes dennoch zum großen Teil langfristig verleihen kann liegt an
der Tatsache, dass erfahrungsgemäß über 90 Prozent der Kunden, die ihr
Kapital in das Tagesgeld investieren, die Anlage über viele Wochen,. Monate
und sogar Jahre hinweg nutzen. Es ist eher die Ausnahme, dass die
Tagesgeldeinlage wirklich ihrem eigentlichen Sinn entsprechend nur für
wenige Tage oder Wochen genutzt wird.
Da die Bank also davon ausgehen kann, dass ein großer Teil der Tagesgeldeinlagen über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen wird, kann somit ein großer Teil der Tagesgeldeinlagen auch als kurz-, mittel- oder langfristiger Kredit verliehen werden. Ein Problem würde die Bank natürlich dann bekommen, wenn auf einmal viele Kunden von ihrem täglichen Verfügungsrecht Gebrauch machen würden und ihr als Tagesgeld angelegtes Kapital ausgezahlt haben möchten, denn dann könnte die Bank in echte Liquiditätsschwierigkeiten kommen, da das Kapital zum größten Teil verliehen und nicht sofort verfügbar ist. Manche Banken versuchen dieses Risiko auch dadurch zu minimieren, dass ein Kunde nur eine bestimmte Höchstsumme überhaupt als Tagesgeld anlegen darf.
Gewinnspanne der Banken auch bei hohen Tagesgeldzinsen noch gut.
Durchschnittlich zahlen die Banken derzeit beim Tagesgeld einen Zinssatz von rund zwei Prozent. Wenn man nun als Kunde sieht, dass manche Anbieter Neukunden mit Zinssätzen von bis zu sechs Prozent locken fragt man sich natürlich mit Recht, ob, und falls ja wie, dieses Zinssätze für die Bank noch rentabel sein können. Tatsächlich ist es so, dass bei einem Tagesgeldzinssatz von sechs Prozent derzeit sicherlich die Schmerzgrenze der Banken in mancher Hinsicht erreicht ist, diese aber dennoch auch bei diesen hohen Zinsen durch die Kreditvergabe einen Zinsgewinn erzielen können.
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Dieses ist zwar nicht durch die Ausgabe von langfristigen Krediten wie zum Beispiel Hypothekendarlehen möglich, da der Kunde diese bereits für rund vier Prozent erhalten kann, aber bei den mittel- und kurzfristigen Darlehen kann die Bank immer noch einen Zinsgewinn von zwei bis sechs Prozent erzielen. Dabei ist eben zu bedenken, dass ein Ratenkredit den Kunden im Durchschnitt 8-10 Prozent, und ein Dispokredit sogar rund 12 Prozent an Zinsen kostet. Stellt man dem nun den von der Bank gezahlten maximalen Tagesgeldzinssatz von sechs Prozent gegenüber, ist die Gewinnspanne also immer noch völlig ausreichend für die Bank, um in diesem Bereich rentabel arbeiten zu können.
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aus Bankensicht Teil 2
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