Im
kurzfristige und sicheren Anlagebereich kann man sich heute als Kunde neben
den Geldmarktfonds im Grunde nur noch für vier weitere Finanzprodukte
entscheiden, nämlich für das Tagesgeld, für das Festgeld, die Tagesanleihe
des Bundes oder das Sparbuch. Diese Produkte unterscheiden sich hinsichtlich
einiger Aspekte, weisen aber auch einige Gemeinsamkeiten auf. Eine
Gemeinsamkeit besteht darin, dass sowohl Sparbuch, als auch Festgeld,
Tagesgeld und die Tagesanleihe des Bundes alleine aufgrund des
Emittenten in
den Bereich der Einlagensicherung fallen und die Kundeneinlagen somit sehr
gut geschützt sind.
Bis auf das kleine Emittentenrisiko besitzen diese Anlageformen keine weiteren möglichen Risiken, da die zugesagten Zinsen garantiert sind, und auch kein etwaiges Kurs- oder Währungsrisiko besteht, wenn man sich für die Anlage bei einer deutschen Bank bzw. einer Bank aus dem Euro-Raum entscheidet. Alle vier Produkte haben zudem gemeinsam, dass die Kontoeröffnung und Kontoführung mit keinerlei Kosten verbunden ist. Das Tagesgeldkonto, Festgeldkonto und die Tagesanleihe des Bundes kann man auch online über das Internet verwalten, beim Sparbuch ist dieses nicht möglich.
Unterschiede zwischen Tagesgeld, Tagesanleihe, Sparbuch und Festgeld.
Die Unterschiede zwischen den vier Geldanlage-Arten besteht in erster Linie hinsichtlich der Höhe der Rendite und der Verfügbarkeit der jeweiligen Geldanlage. Während die Tagesanleihe des Bundes und das Tagesgeld ohne Einschränkungen und Nachteile für den Anleger jederzeit verfügbar sind, kann man dieses vom Festgeld und vom Sparbuch nur mit Einschränkungen behaupten. Beim Festgeld muss man die Festlegedauer einhalten, eine vorzeitige Verfügung ist nicht möglich. Das Guthaben auf dem Sparbuch ist zwar jederzeit verfügbar, allerdings ab einer bestimmten Anlagesumme, oder wenn es sich um eine bonifizierte Sparform handeln sollte, nur unter der Berechnung von Vorschusszinsen. Es entstehen dem Kunden hier also Zinsverluste.
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Auch hinsichtlich der Rendite bestehen deutliche Unterschiede, was man am besten anhand von aktuellen Zahlen verdeutlichen kann (Stand Mai 2009). Auf dem normalen Sparbuch erhält man derzeit eine Verzinsung von maximal 0,50 Prozent, bei Sondersparformen sind es je nach Laufzeit maximal 2,00 Prozent. Die Tagesanleihe des Bundes schneidet hier sogar im Vergleich zu den Sparformen mit einer Bonusverzinsung noch schlechter ab, der aktuelle Zinssatz liegt hier bei rund 0,75 Prozent. Die zu erzielende Rendite beim Festgeld hängt von der Festlegedauer und der Anlagesumme ab und liegt derzeit bei durchschnittlich drei Prozent. In diesem Bereich kann man in etwa auch die Rendite beim Tagesgeld ansiedeln, wobei hier für Neukunden aufgrund von Sonderaktionen zum Teil deutlich höhere Zinsen möglich sind.
Fazit: Bei einem Vergleich zwischen Festgeld, Tagesanleihe, Tagesgeld und Sparbuch wird man schnell feststellen, dass im Grunde kein Weg am Tagesgeld vorbei führt. Dieses liegt in allen Bereichen wie Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit mindestens mit den anderen Anlageformen gleich auf und bietet sogar oftmals Vorteile gegenüber den Anlageprodukten. Lediglich der Kunde, der sein Kapital in eine der genannten Anlageformen für mindestens zwei Jahre investieren möchte und keine Möglichkeit der schnellen Verfügung benötigt, ist zinsmäßig beim Festgeld häufig etwas besser aufgehoben.
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